Das Spätsommerkonzert der Kulturtage Schloss Pöggstall am Samstag, den 12. September 2026 verschaffte dem zahlreich erschienenen Publikum in Übereinstimmung mit dem Wetter noch einmal einen Platz an der Sonne.
Der Abend war dazu angetan, die allerschönsten Lieder bei lauen Temperaturen zu genießen, lediglich mit einem kurzen Schauer im zweiten Teil, ausgerechnet, als es um die Liebe ging.
Aber der Reihe nach: Elisabeth Augustin gab in ihrer Begrüßung bekannt, dass der Moderator Nicolaus Hagg verhindert war, und dass für ihn der Pöggstall Kenner und Wiederkehrer Tommaso Huber, Bassist und Akkordeonist an der Wiener Volksoper, sich kurzfristig bereit erklärt hat, einzuspringen. Dies stellte sich als geradezu glückhafte Fügung heraus.
In seiner ersten Moderation nach dem Titelsong des wunderbaren 50 köpfigen DaChor aus Persenbeug, unter der Leitung von Wolfgang Schweiger „I'm still standing“ von Elton John, sprach er darüber, wie wichtig es ist, in Zeiten wie diesen, standhaft zu bleiben und niemals aufzugeben. Wie das zum Beispiel geht, würden die beiden darauffolgenden Lieder klar erläutern: „A Mensch möcht i bleiben“ von Wolfgang Ambros und „Teach Your Children well“ von Crosby, Still, Young and Nash.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Chor sämtliche Lieder auswendig sang, und zusätzlich Bewegungs-Choreografien und Klangeffekte wie Klatschen, Schnipsen und Klopfen darbot.
Daher gab es ab dem ersten Lied zum Applaus begeisterte Bravorufe.
Im zweiten Abschnitt des wohlgestalteten Programms ging es um Spiritualität, und um das Einbeziehen des eigenen Glaubens: was tun, wenn man ansteht, wen bittet man um Hilfe, die Kraft des Gebets. „Jesus on the Mainline” von Spiritual, “Akekho ofana no Jesu”, ein ZULU Song und “Let It Be” von den Beatles.
Hier konnte man erleben, wie Freude und Kraft, von einem großen Chor mit Überzeugung präsentiert, direkt auf die Zuhörer überspringt.
Im dritten Teil vor der Pause setzte Tommaso Huber noch eins drauf, indem er alle Tore fürs Glücklichsein öffnete. Auch wenn die Zeiten schwierig sind, kann man auf das Gute, das Schöne, das Positive schauen.
„Da kummt di Sun“ von den Beatles, bzw STS, „Ob la di ob la da“ wieder von den Beatles und „Happy“ von Pharrell Williams, als fröhlicher Ausklang zur Pause.
Tommaso erwähnte auch, dass das Outfit des Chores in den Farben weiss und gelb, nicht nur an Sonnenschein, sondern auch an die Farben der Kirche erinnern. Jedenfalls ein strahlender Anblick!
Fotos für die NÖN und Social Media, von Friedrich Reiner und Ingrid Kitzberger in bewährter Weise dokumentiert, wurden aufgrund der großen Künstlerschar auf der Bühne gemacht.
Das Kulturtage Team versorgte alle mit Speck- und Pestostangerl, sowie Getränken in der Pause, die diesmal länger ausfiel, aufgrund der Schlange an den Toiletten.
Die Stimmung war bestens gelaunt, in angenehmer Atmosphäre, auch der Blumenschmuck und die Teelichter an den Stehtischen und in den Fenstern seien hier einmal erwähnt.
Mit “Gimme gimme some lovin“ von Spencer Davis Group, “To Make You Feel My Love” von Bob Dylan/Adele, “Lean On Me” von Bill Withers und “Shallow” von Lady Gaga ging es dann weiter – Tommaso sprach über Liebe und wie sie sein kann, leidenschaftlich, stürmisch oder zart – und da begann es plötzlich zu regnen. Das Publikum reagierte mit Lachen und wich unter die Arkaden zurück, der Schauer kam über die Köpfe, und es war wie in der Liebe – sie ist auch nicht immer gleich. Nach zehn Minuten war alles wieder als wäre nichts gewesen, man konnte den Abend bis zum Ende genießen.
Im letzten Teil ging es um Frieden, Ausblick in die Zukunft, Hoffnung und Visionen: „Big Yellow Taxi“ von Joni Mitchel, „Imagine“ von John Lennon,„One Day“ von Matisyahu,„Give Peace a Chance“ von John Lennon und „We are the world“, USA for Africa, dieses Lied begleitete Tommaso Huber auf dem Akkordeon.
Wolfgang Schweiger, der Leiter und Dirigent des DaChor, bedankte sich bei den Kulturtagen, bei der super Band, bei Georg von der Baumann Technik, beim Publikum und last but not least bei Tommaso Huber; er sagte, es fühle ich an, als kennten sie einander schon mehr als 20 Jahre – das Publikum stimmte seinem Eindruck lautstark zu.
Die Draufgabe „Zeig mir den Platz an der Sonne“ von Udo Jürgens begleitete die Zuschauer noch als Ohrwurm in die späteren Abendstunden hinein.
Elisabeth Augustin,
Künstlerische Leiterin der Kulturtage Schloss Pöggstall
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